Schoenfaerberey - historisches Gewerk
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Faerberey - ein historisches Gewerk
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Die Färberei dürfte zu den ältesten Kunsthandwerken der Geschichte zählen, die ältesten Funde von gefärbten Textilien sind etwa 5.000 Jahre alt. Aufschlussreiche Informationen über Farben und Färberpflanzen des frühen Mittelalters geben uns die Anweisungen von Karl dem Großen (reg. 747 – 814 n. Chr.), welche genau regelten, wer welche Farben tragen durfte (oder musste) und welche Färberpflanzen die Bauern anbauen mussten, etwa Färberwaid. Zu dieser Zeit wurden Wolle und Stoffe noch eher für den Eigenbedarf gefärbt, erst im 12. Jahrhundert entwickelte sich die Färberei ausgehend von Italien und Flandern zu einem blühenden Handwerksgewerbe. Anfangs noch der Zunft der Tuchhändler untergeordnet, wurden ab dem 14. Jahrhundert da und dort eigene Färber-Zünfte anerkannt. Sie blieben jedoch immer eng mit den Tuchmachern und –händlern verbunden. Das Färberhandwerk erforderte großes Fachwissen und Erfahrung, was in einer relativ langen Lehrzeit von 3 bis 6 Jahren und vor allem auf Wanderschaft erlernt werden musste.
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Färberwerkstatt im 15. Jahrhundert
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Die Färber des Mittelalters konnte man unterscheiden in:
Schwarzfärber auch Rausch-, Schlecht- oder Schlichtfärber, waren eng mit den Leinenwebern verbunden (der Name Rauschfärber leitet sich von der zum Schwarzfärben verwendeten Rauschbeere ab)
Schönfärber Die Schönfärber – zu denen auch ich mich zähle – färbten üblicherweise Stoffe von feinerer Qualität mit teuren leuchtenden, hellen Farben. Manchmal wurde jedoch auch billiger Stoff „schön gefärbt“ – wir kennen heute noch die Redensart „das ist nur Schönfärberei“.
daneben gab es noch die Begriffe
Graufärber Loden- oder Grobtuchfärber
Waidfärber spezialisiert auf das Blaufärben
Seidenfärber spezialisiert auf das Färben von gesponnenem Garn
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